Jun 26

Attachinger Manifest – Jeder hat das Recht nachts zu schlafen.

Text des Attachinger Manifest

Das Attachinger Manifest

Vom 21. bis 23. Juni 2013 fand unter der Federführung von AufgeMUCkt und Plane Stupid Germany in Attaching die 1. Internationale FlughafenAnwohnerKonferen statt. Denn abseits aller regionalen Unterschiede, haben die AnwohnerInnen überall die gleichen Probleme und mit unserer Vernetzung  unterbinden wir den Versuch der Flughafenbetreiber, uns gegen einander auszuspielen, so nach dem Motto: “Frankfurt hat ein strikteres Nachtflugverbot – dann verlagern wir halt nach München!”

Auf Einladung von AufgeMUCkt und Plane Stupid Germany trafen sich rund 250 Vertreter von Flughafenanwohnerinitiativen aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Österreich sowie aus zahlreichen Städten der Bundesrepublik.

Einer der Höhepunkt der Konferenz war die gemeinsame Verabschiedung des “Attachinger Manifest”. Bitte klicken Sie zum Lesen auf das Bild links.

7 Kommentare

2 Pings

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  1. Heidecker

    Wirklich eine gelunge Sache: Eine “Internationale Konferenz” fordert die Hebung auf regionalen Diskussion auf europäische Ebene. Irgendwie frage ich mich doch, was hier nicht stimmt … ach ja, dass eine “internationale Konferenz” etwas auf europäische Ebene heben will. Und der illustre Kreis der Berufsaktivisten ist dann auch sehr international: Großbritannien, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Österreich, Deutschland. Am deutschen Wesen soll die Welt eben genesen.

    Nun stimmt, die internationale Gemeinschaft besteht ja auch nur aus diesen Ländern!!!
    Nun, dann brauchen wir uns auch bei diesem Gemisch aus Wirrwarr gar nicht mehr mit den Inhalten auseinander zu setzen, die sind genauso chaotisch.

    1. Helga Stieglmeier

      Hallo Herr Heidecker, international bedeutet, dass mehrere Staaten betroffen sind. Und das ist ja mit Großbritannien, Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland der Fall. Warum “am deutschen Wesen die Welt genesen soll”, kann ich in diesem Fall überhaupt nicht nachvollziehen.

  2. Heidecker

    Hallo Frau Stieglmeier,

    weil zwischen ein paar Menschen aus sechs Staaten Europas und international ein gewaltiger Unterschied besteht. International kann man vielleicht sagen, wenn jemand von einem anderen Kontinent da ist. Nicht mal jemand aus den verschiedenen Teilen Europas ist gekommen. Null niente nothing.

    Und wie waren die Damen und Herren legitimiert? Auch dazu keine Aussage! Sind die selber mal vorbei geschneit?

  3. Robert Bailey

    Sehr geehrte Frau Stieglmeier,

    Finden Sie den zusätzlichen (und sicher massiv ausfallenden) Bahnlärm der durch die geforderte “Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene” enstehen würde, vertretbar? Wie erklären Sie das den betroffenen Menschen.
    Wurde bei der Forderung auch bedacht, dass Passagierflugzeuge auch Fracht befördern und diese ja auch auf die Schiene oder gar Straße ausweichen müsste?
    Wurde bedacht, dass bei einem Flug nur im jeweiligen Nahbereich der Flughäfen Menschen vom Lärm betroffen sind, bei einer Bahnfahrt jedoch entlang der gesamten Strecke?

    1. Helga Stieglmeier

      Hallo Herr Bailey, wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Lärm macht krank. Daher fordern wir ein striktes Nachtflugverbot. Natürlich haben auch die Menschen an Bahnlinien und Autobahnen/stark befahrenen Straßen ein Recht darauf, vor Lärm geschützt zu werden. Auch hier fordern wir Grüne aktiven und passiven Lärmschutz. Der Luftverkehr ist die klimaschädlichste Verkehrsart, daher die Forderung Kurzstrecken auf die Bahn zu verlagern.

      1. Robert Bailey

        Es bestreitet ja keiner, dass Lärm schädlich ist. Genauso ist es aber Fakt, dass Lärm sehr subjektiv wahrgenommen wird. Ich zB finde in München die zahlreichen Kirchenglocken weitaus störender als den -ohnehin kaum wahrzunehmenden – Fluglärm.
        Haben Sie denn wissenschaftliche Untersuchungen die belegen, dass der Flugverkehr die “klimaschädlichste” Verkehrsart ist?
        Bei gewissen Streckenlängen und entsprechender Auslastung sind Flugzeuge “klimafreundlicher” als Autos! Siehe : http://www.die-vier-liter-flieger.de/de/
        Und belästigen dabei viel weniger Menschen mit Lärm. Denn das passiert ja bei Flugzeugen “nur” im Nahbereich der Flughäfen, im Gegensatz zum Auto oder Bahn.
        Apropros Bahn und Verlagerung auf die Schiene: Die Deutsche Bahn ist ja nachwievor größter Atomstrom-Verbraucher in Deutschland.
        So viel zum Thema umweltfreundlich…

  4. Schmidt

    Ich frag mich was wichtiger ist, der Mensch oder das Irre Gewinnstreben vom Kapital.
    Einfach eine Frechheit, was mit uns Bürgern getan wird. Umweltschutz und der Mensch ist solange gut, solange er zur Wahl die richtig Stimme abgibt und kein Kapital behindert.

    MFG

  1. Grün gegen Nachtflug » Helga Stieglmeier

    […] Nachtflugverbot von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr ist eine zentrale Forderung von uns Grünen. Und auch im Attachinger Manifest  “Jeder hat das Recht zu schlafen”,  das im Rahmen  der ersten internationalen FlughafenAnwohnerKonferenz beschlossen wurde, ist es […]

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